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30 oder 50 mbar? Welcher Gasdruck zu deinem Pizzaofen passt

Welcher Druck gilt, steht auf dem Typenschild deines Ofens – nicht in einer Faustregel. Viele in Deutschland verkaufte Flaschengeräte sind auf 50 mbar ausgelegt, etwa der cozze 17" Rotate in der Version für Deutschland und Österreich oder der Burnhard TONY mit 50-mbar-Druckminderer. Es gibt aber auch 30-mbar-Geräte im Handel. Regler und Gerät müssen zusammenpassen.

von der Redaktion aktualisiert am 01. November 2026 4 Min. Lesezeit

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Die Antwort vorab

Verwende den Druck, der auf dem Typenschild und in der Anleitung deines Ofens steht. Für Deutschland sind viele Gas-Pizzaöfen auf 50 mbar abgestimmt – Ooni etwa ordnet beim Koda 16 Deutschland die 50-mbar-Version mit Regler zu. Trotzdem werden 30-mbar-Geräte auch hier verkauft, zum Beispiel der cozze 13" CLASSIC auf Amazon.de. Ein 30-mbar-Ofen braucht einen 30-mbar-Regler, ein 50-mbar-Ofen einen 50-mbar-Regler; Düsen baust du nie selbst um.

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Die kurze Antwort: Das Typenschild entscheidet

Ob dein Gas-Pizzaofen 30 oder 50 mbar braucht, legt der Hersteller fest. Die Angabe steht auf dem Typenschild am Gerät und in der Bedienungsanleitung. Genau diesen Druck muss der Druckminderer an der Flasche liefern. Bei vielen Öfen, die für Deutschland verkauft werden, sind das 50 mbar – aber eben nicht bei allen.

Was 30 und 50 mbar bedeuten

In der Flasche ist Flüssiggas unter hohem Druck: Für Propan nennt die DGUV Regel 110-010 bei 20 °C rund 7,3 bar Überdruck, und der Wert steigt mit der Temperatur. Damit kann kein Brenner arbeiten. Der Druckminderer senkt den Flaschendruck deshalb auf einen kleinen, gleichbleibenden Betriebsdruck.

Ein Millibar ist ein Tausendstel Bar: 50 mbar sind 0,05 bar, 30 mbar sind 0,03 bar. Die DGUV Regel bezeichnet einen Betriebsdruck bis 100 mbar als Niederdruck und nennt 50 mbar als häufigen Betriebsdruck von Flüssiggas-Verbrauchsanlagen. Diese Regel gilt für die gewerbliche Verwendung von Flüssiggas; wir nutzen sie hier für Begriffe und Stoffdaten, nicht als Vorschrift für den Garten.

Der Gasweg von der Flasche zum Brenner

  1. 01Propanflascheca. 7,3 bar bei 20 °C
  2. 02Druckmindererz. B. 50 mbar
  3. 03GasschlauchLinksgewinde
  4. 04Brenner im OfenTypenschild prüfen
Schema: Der Druckminderer senkt den Flaschendruck auf den Betriebsdruck, der auf dem Typenschild des Ofens steht. Regler und Gerät müssen zusammenpassen.

Welcher Druck bei welchem Gerät?

GerätDruckQuelle
cozze 17" Rotate„30 mbar / 50 mbar (DE, AT)“; das Amazon-Angebot ist die 50-mbar-Version mit Reglercozzebbq.com, Amazon-Angebot
Burnhard TONY50-mbar-Druckminderer mit Schlauch im Lieferumfangburnhard.com
Tefal Pizza Pronto GasRegler und Schlauch dabei, Druck auf der Produktseite nicht genannt; nur für DE, AT, CHtefal.de
Ooni Koda 16Varianten mit 30, 37 und 50 mbar; für Deutschland 50 mbar mit Reglereu.ooni.com
cozze 13" CLASSIC30 mbarAmazon-Angebot (Anbieter)

Beim Tefal steht der Druck in der Anleitung oder auf dem Typenschild – auf der Produktseite haben wir ihn nicht gefunden. Die Daten der drei empfohlenen Öfen findest du auf den Seiten zum cozze 17" Rotate, zum Burnhard TONY und zum Tefal Pizza Pronto Gas.

Aufschlussreich ist die Ooni-Seite: Der Hersteller ordnet jedem Land eine Druckvariante zu. Deutschland, Österreich, die Schweiz und die Slowakei bekommen die 50-mbar-Version mit vormontiertem Schlauch und Regler, viele andere europäische Länder die 30- oder 37-mbar-Version, für die Ooni Schlauch und Regler separat verkauft. Das zeigt, warum Regler und Gerät zusammengehören.

„30 mbar hat in Deutschland keine Zulassung“ – stimmt das?

Diese Aussage findest du in Googles Suchvorschlägen, in Foren und in KI-Antworten. Eine Primärquelle dafür haben wir nicht gefunden. Die maßgeblichen technischen Regeln – die Technische Regel Flüssiggas (TRF) und die DVGW-Arbeitsblätter – haben wir nicht eingesehen. Wir geben die Behauptung deshalb nicht als Tatsache wieder.

Belegen können wir zweierlei: Viele Hersteller stimmen ihre Geräte für Deutschland auf 50 mbar ab, und gleichzeitig verkauft Amazon.de Geräte mit 30 mbar, etwa den cozze 13" CLASSIC (30 mbar)*. Wer so ein Gerät kauft, braucht den passenden 30-mbar-Regler – ein 50-mbar-Set passt nicht dazu. Ob du lieber ein Gerät mit dem in Deutschland verbreiteten Druck nimmst, entscheidest du; im Zweifel fragst du den Hersteller.

Ein Grund für die Verwirrung: 30 mbar sind in Wohnmobil-Gasanlagen verbreitet, und in Camping-Foren werden Wohnmobil und Gartengerät oft vermischt.

Kann ich einen 30-mbar-Ofen an einem 50-mbar-Regler betreiben?

Nein, nicht ohne Freigabe des Herstellers. Ein Gerät ist auf den Druck auf seinem Typenschild ausgelegt. Ein anderer Regler bedeutet einen anderen Druck an der Düse – und damit andere Bedingungen, als der Hersteller vorgesehen hat. Umgekehrt gilt dasselbe. Ob es für dein Modell eine andere Druckvariante gibt, steht in der Anleitung oder erfährst du beim Hersteller. Selbst umgebaute Düsen gehören nicht an einen Pizzaofen.

So prüfst du deinen Ofen

  1. Typenschild suchen

    Es sitzt am Gehäuse; wo genau, zeigt die Anleitung. Gesucht sind Gasart (Propan, Butan) und Betriebsdruck in mbar.
  2. Anleitung lesen

    Die Bedienungsanleitung nennt den Druck und oft den passenden Regler. Bei abweichenden Angaben gilt die Anleitung des Herstellers.
  3. Regler vergleichen

    Der Druck ist auf dem Druckminderer aufgedruckt. Er muss mit dem Typenschild übereinstimmen.
  4. Dichtheit prüfen

    Nach dem Anschließen die Verbindungen bei geöffnetem Flaschenventil prüfen, laut DGUV Regel 110-010 zum Beispiel mit Lecksuchspray. Bilden sich Blasen, ist die Verbindung undicht.

Die Feuerwehr Köln rät außerdem, nur ein für den Grill geeignetes oder zugelassenes Druckregelgerät mit Überdrucksicherung zu verwenden und die Flasche nur von einer geeigneten Person anschließen zu lassen.

Passende Regler für 50-mbar-Öfen

Wenn Regler oder Schlauch fehlen, verschlissen sind oder der Schlauch zu kurz ist, gibt es Sets für 50 mbar. Zu beiden folgenden Sets liegen uns nur die Angaben aus dem Amazon-Angebot vor; das Datenblatt des Herstellers haben wir nicht geprüft.

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Nur Anbieterangaben: Uns liegt zu diesem Produkt nur das Amazon-Angebot vor. Es steht hier zur Auswahl und ist keine Empfehlung.

Warum hier: Für 50-mbar-Öfen, wenn der mitgelieferte Regler ersetzt werden soll oder die Flasche weiter weg stehen muss.

Druck
50 mbar
Schlauch
150 cm (Anbieter)

Ideal für: Alle mit einem 50-mbar-Gerät, die Regler und Schlauch ersetzen wollen – welche Schlauchlänge zulässig ist, steht in der Anleitung des Ofens.

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Eine kürzere Alternative ist der CFH DRS 452 mit 80-cm-Schlauch*. Worauf du bei Anschluss, Schlauchlänge und Durchfluss achtest, steht unter Druckminderer und Gasschlauch. Wie lange eine Flasche hält, rechnet Gasverbrauch und Gasflasche vor. Wo der Ofen stehen darf, klärt Gas-Pizzaofen auf dem Balkon; alle Öfen im Überblick findest du auf der Startseite.

Nachgefragt

Was ist der Unterschied zwischen 30 mbar und 50 mbar?

Beides ist der Betriebsdruck hinter dem Druckminderer, also der Druck, mit dem das Gas zum Brenner strömt. 50 mbar sind 0,05 bar, 30 mbar sind 0,03 bar. In der Flasche selbst steht Propan bei 20 °C laut DGUV Regel 110-010 unter rund 7,3 bar. Ein Gerät ist auf einen bestimmten Betriebsdruck ausgelegt; welcher das ist, steht auf seinem Typenschild.

Kann man einen 30-mbar-Grill an 50 mbar betreiben?

Verwende nur den Druck, der auf dem Typenschild steht. Ein Gerät mit 30 mbar gehört an einen 30-mbar-Regler, eines mit 50 mbar an einen 50-mbar-Regler. Hersteller wie Ooni bauen für verschiedene Drücke eigene Varianten mit passendem Regler. Willst du ein Gerät auf einen anderen Druck bringen, frag den Hersteller – Düsen und Regler baust du nicht selbst um.

Sind 30-mbar-Regler in Deutschland verboten?

Das können wir nicht belegen. Die Aussage taucht in Suchvorschlägen und Foren auf, eine Primärquelle dafür haben wir nicht gefunden; die technischen Regelwerke TRF und DVGW-Arbeitsblätter haben wir nicht eingesehen. Fest steht: Auf Amazon.de werden 30-mbar-Geräte angeboten, und Ooni ordnet Deutschland beim Koda 16 die 50-mbar-Version zu. Maßgeblich bleibt das Typenschild deines Geräts.

Wie viel Bar Druck hat eine Gasflasche?

Das hängt von der Temperatur ab. Für Propan nennt die DGUV Regel 110-010 bei 20 °C einen Überdruck von rund 7,3 bar, bei 0 °C sind es laut ihrer Tabelle rund 3,7 bar, bei 30 °C rund 9,8 bar. Diesen Druck senkt der Druckminderer auf den Betriebsdruck des Geräts, zum Beispiel 50 mbar. Die Flaschengröße – 5 oder 11 kg – ändert am Druck nichts.

Belege

  1. DGUV Regel 110-010 „Verwendung von Flüssiggas“ (Ausgabe 2022, aktualisiert 2024), Begriffe und Anhang 1
  2. cozze: 17" Gas Pizza oven with rotating stone (Standard Rotate 17"), Produktseite
  3. Burnhard: TONY Gas-Pizzaofen, Produktseite
  4. Ooni: Koda 16, Produktseite mit Druckvarianten je Land
  5. Stadt Köln, Feuerwehr: Grillen auf Balkonen und Terrassen

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Wir sind die Redaktion von pizzaofen-gas.de. Wir lesen Herstellerseiten, Bedienungsanleitungen und Regelwerke wie die DGUV Regel 110-010, rechnen Flaschenlaufzeiten aus den Verbrauchsangaben der Hersteller nach und vergleichen die Öfen Wert für Wert. Eigene Labor- oder Praxistests machen wir nicht – das sagen wir offen.

  • kW, mbar & Zoll aus Herstellerquellen
  • Gasverbrauch laut Hersteller in g/h
  • Keine eigenen Tests – offen gesagt
  • Anbieterangaben im Impressum

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